Des Brautkleids Schnürung

Babett kommt raus. Sie stellt sich auf den Schemel. Ihr Blick wandert zu den Freundinnen im „Chloe“, einem Geschäft für Bräute. Hochzeitskleider gibt es dort und Stuhlhussen. Tortenvorlagen, weiße Schuhe und Einladungskarten gibt es auch. Ein Rundum-Sorglos-Shop, Babett will nur das Kleid. Sie will ein Vokuhila. Mit vielleicht Federelementen. Oder ganzen Vogelelementen! Verrückt soll es sein – was Vokuhila generell auch mitbringt. Hinten soll keine Schnürung prangen. `s passte nicht zum Kleid, denkt Babett, wirkt immer plump, denkt sie auch. Zudem, sie möchte es weniger en masse. Einer Schnürungs Hintergrund ist unter anderem der, so vielen Frauen wie möglich zu passen, ohne dass ein Kleid geändert werden muss.

Der Bräutigam sieht es, das Brautkleid, traditionell nicht vor der Hochzeit. Mark jedoch ist mit an diesem Tag. Er sagt was. „Wir können ja noch einmal weiterschauen.” Das sagt er. Zum Lieblingskleid – zum Vokuhila – ja, es gibt sogar eine Vogelapplikation.

Babett zieht es die Brust zu. Nicht nur nicht auf dem Rücken wollte sie sie haben, die Schnürung, denkt sie, bereits am Stoff zerrend. Das Kleid bewegt sich nicht.

Der Verkäufer schnellt her.

Mit den kargsten Bewegungen hat er die Bahnen gleich am Boden. Babett zieht wieder ihre Jeans an. Sie hätte gekauft.

Ihr Freund wollte noch weiterschauen. Hatte er eine Vorlage? Einer … besonderen Frau und verglich Babett nur noch? Sie jedenfalls schien er nicht zu wollen. Denn sie hatte gerade gestrahlt. Was mehr nur hätte man wollen – können?!

Einen Abschluss gibt es an diesem Nachmittag im „Chloe“. Doch der Verkäufer macht ihn nicht, es ist Babett.